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Fleißige Ameise, große Gefahr!

Extreme Kräfte können Mitgängerflurförderzeuge ausüben: Hier bricht ein Dummy mühelos durch eine Holzwand.

 Mitgängerflurförderzeuge können extreme Kräfte ausüben: Hier bricht ein Dummy mühelos durch eine Holzwand.

Falsch gepackte Paletten, defekte Verpackungen oder das Übersehen eines Hindernisses - schnell sind Hände oder Füße eingequetscht. Fahrfehler und Unachtsamkeit führen beim Arbeiten mit Mitgänger-Flurförderzeugen - in der Praxis auch als Ameisen bezeichnet - immer wieder zu Sachschäden und schweren Unfällen: Im Jahr 2020 ereigneten sich 14.710 meldepflichtige Arbeitsunfälle mit handgeführten Flurförderzeugen. In drei von vier Fällen verletzen sich die Betroffenen selbst, besonders beim manuellen Führen beziehungsweise Schieben der Last.

Auf den ersten Blick scheint die Bedienung der Geräte einfach zu sein. Das darf aber nicht dazu verleiten, auf eine gründliche Unterweisung der Bedienenden zu verzichten. Neben der praktischen Handhabung sind betriebliche Besonderheiten wie örtliche Verkehrsregeln oder eigene Arbeitsabläufe beim Unterweisen zu berücksichtigen. 

Füße besonders gefährdet

Jeder Arbeitstag beginnt mit einem Sicherheitscheck. Das gilt auch für „fleißige Ameisen“ im Lager oder anderswo, die täglich einer Sicht- und Funktionsprüfung zu unterziehen sind. Erst wenn alles ok ist, darf mit den Gerätschaften gearbeitet werden. Aber niemals ohne die erforderliche persönliche Schutzausrüstung. Da es beim Arbeiten mit Mitgänger-Flurförderzeugen oft zu schweren Fußverletzungen kommt, ist das Tragen von Sicherheitsschuhen oberstes Gebot. Außerdem wichtig: Den Geräten in einem ausreichenden Abstand vorangehen, den Arm fast durchstrecken. Befindet sich die Deichsel in einer 45 Grad-Stellung, ist die Gefahr des Anfahrens der Füße sehr gering. 

Häufige Fehler beim Transport 

Zu hoch gepackte Ware, so dass Personen oder bauliche Einrichtungen zu spät gesehen und angefahren werden, ist immer wieder eine Unfallursache. Aber auch die falsche Lastaufnahme oder defekte Transportverpackungen, die zur Folge haben, dass die Last von den Gabeln herabfällt. Nicht nur die Ware wird dabei beschädigt, sondern die Gefahr, dass auch Personen verletzt werden, ist groß.

Unsere Profi Tipps:

  • Mitgänger-Flurförderzeuge nur benutzen, wenn Sie beauftragt und unterwiesen sind.  
  • Vor Arbeitsbeginn immer einen Sicherheitscheck des Gerätes durchführen. 
  • Nur Rampen und Wege nutzen, die für den Transport freigegeben sind. Dabei angepasste Geschwindigkeit und Tragfähigkeit/Beschaffenheit des Bodens beachten.
  • Vorausschauend und umsichtig fahren: Besonders an Kreuzungen, Toren oder Regalen. 
  • Lasten nur bodennah transportieren. Lastschwerpunkt muss mittig sein. 
  • Gerät richtig abstellen: Gabelzinken nach unten, Gerät ausschalten und keine Notausgänge zuparken. 
  • Geräte niemals an unbefugte Personen weitergeben. Nach der Arbeit: Zündschlüssel abziehen.

Bei der BG ETEM versicherte Unternehmen können den Aufkleber „Mitgänger-Flurförderzeuge, Merkregeln für die tägliche Einsatzprüfung“ kostenlos bestellen: https://medien.bgetem.de/medienportal/artikel/SDA1MQ--      Webcode: M19287015

Sie haben Vorschläge und Ideen, welche Sicherheitsthemen noch relevant sind? Oder welche Experimente unser RiskBuster noch durchführen sollte? Dann schicken Sie uns eine E-Mail an: presse@bgetem.de Wir freuen uns auf Ihre Ideen.

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