
Loslegen oder erst noch prüfen? Der 30-Sekunden-Check kann Leben retten.
Montagmorgen in der Werkstatt: Mal eben ein Regal befestigen. Bohrmaschine holen, Leiter aufstellen, los geht’s. Doch der Boden ist noch feucht. Auch die Leiter steht nicht optimal. Beim Bohren rutscht sie weg. Der Kollege kann abspringen, verletzt sich jedoch am Fußgelenk. Später heißt es: „Das hätte man doch vorhersehen können.“ Genau dafür gibt es den Stopp-vor-Start-Check.
Kleiner Aufwand, große Wirkung
Bevor mit der Arbeit begonnen wird, stellt man sich bewusst die Frage: Ist alles sicher = Start? Oder muss ich erst etwas ändern = Stopp? Oft reichen wenige Augenblicke, um ein Unfallrisiko zu erkennen und zu beseitigen. Diesen einfachen Sicherheitscheck sollte sich jede und jeder zur Gewohnheit machen – in der Werkstatt, auf der Baustelle, im Lager – überall dort, wo gearbeitet wird und Gefahren bestehen.
Fragen eines Stopp-vor-Start-Checks
- Fühle ich mich fit und weiß, was zu tun ist?
- Kenne ich die möglichen Gefährdungen?
- Habe ich die richtige Ausrüstung (PSA, Werkzeuge, Pläne)?
- Habe ich mein Umfeld auf Gefährdungen geprüft?
- Bin ich auf mögliche Notfälle vorbereitet (Standort, Notruf, Fluchtweg, Rettungsgerät)?
Viele Unfälle entstehen nicht wegen schlechter Technik, sondern aus Eile oder Routine. Man denkt: „Das passt schon.“ Genau dann hilft die bewusste Entscheidung. Wer Stopp-vor-Start verinnerlicht, arbeitet nicht langsamer, sondern sicherer.
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