Ein Griff – und plötzlich läuft Blut über die Hand. Ein Beschäftigter hatte nur in seine Werkzeugtasche gegriffen, um einen Schraubendreher herauszuholen. Dabei fuhr seine Hand über die Klinge eines Cuttermessers. Das ­Messer hatte er dummerweise mit offener Klinge in der Tasche verstaut. Die Schnittwunde ist tief. Sehnen und Nerven sind ­verletzt. Die Arbeit ist für diesen Tag beendet – vielleicht sogar für Wochen. 

Kraftaufwand gering halten

Solche Unfälle sind keine Seltenheit. Dabei beginnt es oft ganz harmlos: Ein Karton soll schnell geöffnet, eine Folie entfernt oder ein Kabelkanal gekürzt werden. Doch Zeitdruck, Unachtsamkeit oder zu viel Kraft können schnell zu schweren Handverletzungen führen – besonders mit einer stumpfen Klinge. Betroffene können einzelne Finger manchmal wochenlang nicht richtig bewegen. In schweren Fällen bleiben dauerhafte Schäden zurück. Was mit einem kleinen Schnitt beginnt, endet nicht selten auf dem OP-Tisch, gefolgt von Physiotherapie und einem langen Arbeitsausfall. Das muss nicht sein.

So schneiden Sie sicher (ab)

Sicherheitsmesser mit verdeckter Klinge senken beispielsweise das Verletzungsrisiko deutlich. Messer mit freiliegender Klinge dürfen nur mit eingefahrener oder geschlossener Klinge transportiert werden – niemals offen in der Werkzeugtasche! Schneiden Sie stets vom Körper weg und tauschen Sie stumpfe Klingen sofort aus. Achten Sie auch auf Ihre Arbeitsumgebung: Eine feste Unterlage mit Führungskante und gute Lichtverhältnisse helfen, Schnittverletzungen zu vermeiden. Ein Cuttermesser ist kein gewöhnliches Werkzeug, sondern eine rasiermesserscharfe Klinge mit hohem Verletzungspotenzial. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht aus, die Beweglichkeit einer Hand für immer zu zerstören. Mit dem neuen Aktionsmedium „Sicheres Schneiden“ der BG ETEM lässt sich der gefahrlose Umgang mit (Sicherheits-)Messern trainieren. Betriebe können die Verfügbarkeit jederzeit anfragen. www.aktionsmedien-bgetem.de