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Jetzt muss es schnell gehen

Jetzt muss es schnell gehen

Verletzte nach einem Unfall rasch zum Arzt bringen – Worauf ist zu achten?
Bild:
Mike Bender/stock.adobe.com

Schnelle Versorgung wichtig

Klar ist: Der Monteur muss zum Arzt. Der Transport mit dem Privatwagen würde am schnellsten gehen. Aber ist das erlaubt? Muss nicht immer der Rettungswagen gerufen werden? Und sind sowohl der Verletzte als auch der Helfer bei einem Privattransport versichert? Maßgeblich für diese Entscheidung ist die Schwere der Verletzungen und die körperliche Verfassung des Patienten. Es ist nicht verboten, den Transport mit einem Pkw oder den öffentlichen Verkehrsmitteln durchzuführen. Wichtig ist eine schnelle medizinische Versorgung. Ob jemand den Verletzten begleiten sollte, muss nach dem gesunden Menschenverstand der Helfer entschieden werden. Dabei ist im Blick zu behalten, dass auch augenscheinlich leichter Verletzte unter Schock stehen könnten. Im Beispiel von Peter W. etwa ist ein Schock sehr wahrscheinlich, da er trotz seiner Verletzung schnell wieder auf den Beinen stand. Er sollte daher besser begleitet werden.

Rettungswagen oder nicht?

Wenn möglich, sollte der Verletzte direkt einem Durchgangsarzt (D-Arzt) vorgestellt werden. Diese sind Fachärzte für Chirurgie und in eigener Praxis oder einem Krankenhaus tätig. Sie verfügen über eine unfallmedizinische Ausbildung und besondere Erfahrungen auf diesem Gebiet. Anschriften von D-Ärzten in ganz Deutschland finden sich auf der Website der BG ETEM (siehe Infokasten). Der D-Arzt muss lediglich wissen, dass der Verletzte über die BG ETEM versichert ist. Kleinere Verletzungen können auch von Medizinern in der Nähe behandelt werden, die kein D-Arzt sind. Bei schweren Verletzungen ist der Rettungsdienst zu rufen. Liegt ausschließlich eine Verletzung der Augen, der Ohren, der Nase oder des Halses vor, ist möglichst der nächstgelegene Facharzt zu konsultieren.

Helfer versichert

Jeder Ersthelfer – egal, ob ausgebildet und betrieblich benannt oder nicht – ist während der Erstbetreuung des Verletzten gesetzlich gegen Unfälle versichert. Unabhängig vom Verkehrsmittel sind zudem der notwendige Transport und die Begleitung des Verletzten Teil der Ersten Hilfe. Folglich sind sowohl Hilfeleistende als auch Verletzte versichert, falls auf dem Weg zum Arzt oder dem Krankenhaus etwas passieren sollte.

Eine Auflistung der Durchgangsärzte in Deutschland ­findet sich unter: www.bgetem.de

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