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Sommer, Sonne, Sonnencreme – Hauptsache richtig schützen

UV-Schutz

Die Haut ist besonders in den Sommermonaten starken Belastungen durch die Sonne ausgesetzt. Auch wenn manche Menschen denken, dass sie weniger gefährdet sind, weil sie z. B. einen dunkleren Hauttyp haben oder es gewohnt sind, in der Sonne zu arbeiten, ist das falsch. Denn: Hautschäden treten meist schon auf, bevor zu es zum Sonnenbrand kommt. Schlimmer noch: Die Hautschäden summieren sich während des Lebens und können letztendlich zu Hautkrebs führen.

Reicht Sonnencreme aus? Jein!

Natürlich ist es richtig, die Haut mittels einer Sonnencreme zu schützen. Aber noch besser ist es, die Zeit in der Sonne zu reduzieren, bzw. sich in den Schatten zurückzuziehen. Dank der Creme wird zwar der Lichtschutz der Haut verlängert, aber nur für eine bestimmte Zeit. Ein hellhäutiger Typ kann mit Lichtschutzfaktor 30 den Sonnenschutz auf max. 5 Stunden ausdehnen – länger nicht. Auch das mehrmalige Nachcremen verlängert den Lichtschutz nicht.

Aber selbst der angegebene Sonnenschutz bietet nur Richtwerte, die je nach Sonnenintensität variieren können. Der Profi weiß: Es ist sicherer, wenn man sich vor der Sonne schützt, indem man Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen sowie Nackenschutz, Sonnenbrille und Hut trägt.

Unser Tipp: Luftdurchlässige Kleidung liegt angenehm auf der Haut und schützt gut vor der Sonne!

Gefahrenzone Gesicht

Auch die Annahme, dass viele Haare besonders gut schützen, ist falsch. Die Kopfhaut ist sehr empfindlich. Auswertungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigen, dass bei Arbeitnehmern Kopf und Gesicht am häufigsten von weißem Hautkrebs betroffen sind. Der weiße Hautkrebs ist sogar seit 2015 als Berufskrankheit anerkannt.

Draußen ist nicht draußen

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat im Rahmen eines Forschungsprojektes die verschiedensten Tätigkeiten in Außenbereichen untersucht. Die Erkenntnis: „Über die Sommermonate ist die Belastung der betroffenen Berufsgruppen so verschieden wie ihre Arbeit. Maßgeschneiderte Prävention ist deshalb wichtig.“

Im Klartext heißt das: Die UV-Strahlenbelastung variiert je nach Beruf – gerade am Bau. So unterliegt ein Dachdecker anderen Strahlenbelastungen als ein Gerüstbauer, obwohl beide gleich viel Zeit draußen verbringen.

Aus diesem Grund sind auch die Arbeitgeber aufgefordert, geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Technische und organisatorische Lösungen haben dabei laut Arbeitsschutzgesetz Vorrang, z. B. Sonnensegel oder die Verlagerung der Arbeit in die frühen oder späten Stunden. Arbeitgeber müssen zudem ihre Beschäftigten über die geeigneten Schutzmaßnahmen regelmäßig unterweisen. 

Auch Betriebsärzte können Unternehmen dabei unterstützen, den Schutz der Mitarbeiter zu verbessern. So sollten die Mitarbeiter je nach Hauterkrankungen und -veränderungen sowie bei Medikamenteneinnahme individuell vom Betriebsarzt beraten werden.

Ihr möchtet mehr zum Thema Schutz vor UV-Strahlungen erfahren? Schaut doch mal in die aktuelle Ausgabe der impuls 03/2020: Wenn es im Job heiß hergeht …

Für die Profis haben wir im Medienportal der BG ETEM eine Memocard zum Thema UV-Schutz im praktischen Visitenkartenformat.

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